Donnerstag 19. August 2010 von admin
Google Streetview in Kassel und anderswo ist derzeit in aller Munde. Ein Gesetz dagegen ist zwar aktuell nicht durch gekommen, aber dennoch überbieten sich diverse Politiker in Ihrer Empörung.
Was soll das denn ? Frage ich mich. Unser Staat steigert seine Sammelwut privater Daten augenblicklich enorm. Außerdem ist man untätig gegen wirkliche Datendiebe und Datenhändler.
Von Google Streetview kann man halten, was man möchte. Aber die wirklichen Verletzungen unserer Privatsphäre werden nicht nur von Google begangen !
Mehr Infos auch hier Google Streetview in Kassel – Pro und Contra
Kategorie: Landkreis Kassel, kassel, vernetzte Welt |
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Donnerstag 15. Juli 2010 von Juergen.Leister
Die TV-Werbung der Post (DPAG heißt das jetzt) gefällt mir gut. Also habe ich mir mal meine E-POSTBRIEF Adresse gesichert. Wie damals, als die Bundespost mit der “lebenslangen eMail-Adresse” warb. Die wurde putzigerweise nach ein paar Jahren eingestellt
)) Meine web.de-Adresse von damals habe ich immer noch, aber seit da gmx mitmischt … Das ist eine andere Geschichte.
Aber jetzt hat man sich einen Dienst ausgedacht: “Willkommen in der neuen Welt der verbindlichen und vertraulichen Kommunikation” werde ich begrüßt. Daran besteht tatsächlich Bedarf und es könnte ein Renner werden. So heißt es dort :
Denn dank persönlicher Identifizierung wissen Sie beim E-POSTBRIEF immer, mit
wem Sie kommunizieren. Und er erreicht genauso zuverlässig jeden Adressaten –
auch die Empfänger ohne elektronischen Briefkasten. Besitzt der Empfänger noch
keine E-POSTBRIEF Adresse, drucken wir Ihre Mitteilung aus und stellen sie wie
gewohnt auf dem Postweg zu.
Die Datenschutzbestimmungen, zumindest beim registrieren, versprechen jedenfalls keine Weitergabe meiner Daten. Jetzt bekomme ich demnächst einen Brief mit Code und das Post-Ident-Verfahren läuft. Na, dann schaun mer mal.
Die Konkurrenz steht auch schon in den Startlöchern : “Tschüss Papierpost, Faxe, Behördengänge- die De-Mail ist da” trällert Web.de Undman kann dort lesen :
- Rechtssichere digitale Kommunikation
mit Unternehmen, Institutionen, Privatpersonen
- alles eindeutig identifizierte Teilnehmer
- Beweiskräftig wie ein Einschreiben
durch Versand- und Empfangsbestätigung
- Spart Zeit, Porto – reduziert die Papierflut
jederzeit “digitale Briefe” senden und empfangen
Ausprobieren ?
https://produkte.web.de/de-mail/
https://adresse-sichern.epost.de/
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Mittwoch 7. Juli 2010 von Juergen.Leister
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar regte technische Hilfen zum Umsetzen der bürgerlichen Datenschutzrechte an.
Ich denke auch, es sollte einfacher werden seine Rechte wahrzunehmen und zu wissen, wo welche Daten meines Anbieters wo hin gehen. Für alles andere gibt es beispielsweise auch Apps !
Laut Schaar soll in diesem Sinne das Datenschutzrecht nicht hinter jeder technischer Problemstellung herhecheln, da sonst die Regeln noch komplexer würden. Es sei der Sache nicht dienlich, wenn für jeden Dienst und jede Technik ein eigener Paragraph im Bundesdatenschutzgesetz geschaffen würde. Vielmehr komme es darauf an, allgemeine Prinzipien und Regeln aufstellen, die auf alle Techniken Wirkung entfalteten und übergeordnete Schutzziele wie Transparenz oder eventuelle Opt-in-Bestimmungen aufstellten. Unabdingbar sei dabei die Festschreibung von Auskunftsrechten, die etwa mit einer Datenschutz-App konkret und einfach in Anspruch genommen werden könnten.
Der ganze heise-Artikel findet sich hier: Modernisierung des Datenschutzrechts: Mehr Transparenz mit elektronischen Mitteln
Kategorie: Technik Tips, vernetzte Welt |
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Donnerstag 29. April 2010 von Juergen.Leister
Stadt Kassel empfiehlt Widerspruch gegen Google Streetview :
“Wir möchten, dass die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte unserer Bürgerinnen und Bürger gewahrt bleiben, und empfehlen daher den Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Aufnahmen der Firma Google”
Meldet die Stadt Kassel auf ihrer Webseite http://www.stadt-kassel.de/aktuelles/meldungen/15186/index.html
Das verwundert mich doch etwas. Unbemerkt werden sehr viele privatere Daten von uns gesammelt:
- Die so genannte Vorratsdatenspeicherung sammelt unsere Telekommunikationsdaten (Telefon, Internet, Bewegungsprofile des Handy uvm.)
- Und seit neustem werden mit ELENA alle Arbeitnehmerdaten zentral gespeichert (Lohn, Krankheitstage, Streiktage uvm.)
- Kennzeichenerfassung mit dem Moutsystem auf Autobahnen
Da stört es mich wenig, wenn meine Straße auf einem Bild erscheint. Im Gegenteil Kassel hat viel zu bieten und GoogleStreetview macht vielleicht Lust auf einen Besuch. Der Tourismus ist inzwischen ein wichtiger Faktor in Nordhessen.
Natürlich ist auch Google eine Datenkrake. Aber in diesem Fall würde ich mir wünschen, dass die Stadt Kassel ihr politisches Gewicht für die Abschaffung der staatlichen Datensammlungswut (Bespitzelung ?) einsetzt.
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Donnerstag 17. Dezember 2009 von admin
Die Grünen haben in einem Vorstoß zur Rettung unserer Demokratie Klage eingereicht.
Im Gesetz zur so genannten Vorratsdatenspeicherung wird geregelt, wie unser aller Telefon- und Internetdaten über eine langen Zeitraum gespeichert werden !
Die Grünen klagen nun vor dem Verfassungsgericht gegen diese Vorratsdatenspeicherung.
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